Kurzinfo:

Projekt
April 2021
Hamburg

Blick in Ausstellung im Barlach-Haus kombiniert mit Logo Bei Anruf Kultur

Bei Anruf Kultur – Ausstellungen am Telefon erleben

Durch die Schließung der Museen und Ausstellungen bleibt Kunstinteressierten der Zugang zu Gemälden, Skulpturen oder historischen Objekten derzeit verschlossen. Wir möchten das ändern und haben mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) und verschiedenen Hamburger Museen und Kunstvermittlern das Projekt „Bei Anruf Kultur“ gestartet. Wir wollen Kultur auch während des Corona-Lockdowns zugänglich machen. Dafür haben die Kooperationspartner Telefon-Führungen entwickelt. Bis zu 15 Interessierte können einer Führung am Telefon folgen und auch Fragen stellen. Das Angebot ist derzeit kostenfrei, aber eine Anmeldung zwingend erforderlich.

Nach Anmeldung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Festnetznummer und eine Raumnummer für die Einwahl. Während der Führung werden sie auf stumm geschaltet und können so in aller Ruhe zuhören, müssen sich aber gleichzeitig keine Sorgen machen, wenn sie auf der heimischen Couch mit der Decke rascheln oder die Teetasse geräuschvoll abstellen. Zwischendurch werden die Teilnehmenden wieder dazu geschaltet, um Fragen zu stellen. Die Führungen dauern eine Stunde, ein weiterer Austausch im Anschluss ist möglich.

Aktuelles Programm:

(auch telefonisch unter Telefon (040) 209 404 66 abrufbar.)

April

  • Sammlung Falckenberg: Am 12. April um 17:00 Uhr „Politische und gesellschaftliche Fragen im Werk von Katharina Sieverding“ mit Stefanie Reimers
  • Museum für Kunst & Gewerbe: Am 15. April um 18:00 Uhr „Kämpfen für die Ehre: Die Samurai im alten Japan“ mit Rebecca Junge
  • Internationales Maritimes Museum: Am 17. April um 15:00 Uhr „IMMH – Museumsschätze“ mit Ulrike Friedrichs
  • Pinneberg Museum: Am 21. April um 15.00 Uhr „Pinneberg vor über 100 Jahren“ mit Jana Stoppel
  • Deutsches Zusatzstoffmuseum: Am 24. April um 18.00 Uhr „Zusatzstoffe zwischen Tradition und Moderne“ mit Christian Niemeyer
  • Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel: Am 27. April um 17:00 Uhr „…da war keine Ähnlichkeit zu unserem alten Selbst – Frauenspezifische Aspekte von KZ-Haft“ mit Janina Heucke

Mai

  • Jenisch Haus: Am 4. Mai um 16:00 Uhr „Zu Gast im Jenisch Haus“ mit Ulla Weichlein
  • Deichtorhallen Hamburg: Am 5. Mai um 18:00 Uhr „Family Affairs“ mit Mona Harry
  • Ernst Barlach Haus: Am 6. Mai um 17:00 Uhr „Spechte am Meisenknödel. Junge Bildhauerkunst, die sich ideenreich und materialbetont mit dem Thema kultureller Transformation beschäftigt“ mit Dagmar Lott-Reschke
  • Pinneberg Museum: Am 10. Mai um 14.00 Uhr „Claras Bilder – Die Pinneberger Künstlerin Clara von Sivers“ mit Ina Duggen-Below
  • Museum für Kunst & Gewerbe: Am 14. Mai um 15.00 Uhr „Die Welt sammeln: Die Wunderkammer in der Renaissance“ mit Rebecca Junge
  • Deichtorhallen Hamburg: Am 18. Mai um 18:00 Uhr „Family Affairs“ mit Mona Harry
  • Altonaer Museum: Am 25. Mai um 17:00 Uhr „Lebendige Vergangenheit in der Vierländer Kate“ mit Ulla Weichlein

Juni

  • Jenisch Haus: Am 1. Juni um 16:00 Uhr “ Zu Gast im Jenisch Haus“ mit Ulla Weichlein
  • Internationales Maritimes Museum: Am 04. Juni um 18.00 Uhr „Damals und heute – Schiff und Hafen im Wandel der vergangenen 200 Jahre“ mit Knut Kührmann
  • Ernst Barlach Haus: Am 10. Juni um 10:00 Uhr „Spechte am Meisenknödel – Die Bildhauerklasse von Elisabeth Wagner (Muthesius Kunsthochschule Kiel)“ mit Dagmar Lott-Reschke
  • Altonaer Museum: Am 15. Juni um 17:00 Uhr „Lebendige Vergangenheit in der Vierländer Kate“ mit Ulla Weichlein

So kommt das Museum ins Wohnzimmer

Eine Anmeldung ist bis einen Tag vor der Führung bei Melanie Wölwer vom BSVH per Mail an buchung@beianrufkultur.de oder Telefon (040) 209 404 29 nötig.

Danach erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Festnetznummer und die Raumnummer für die Einwahl. Während der Führung werden sie auf stumm geschaltet und können so in aller Ruhe zuhören, müssen sich aber gleichzeitig keine Sorgen machen, wenn sie auf der heimischen Couch mit der Decke rascheln oder die Teetasse geräuschvoll abstellen. Zwischendurch werden die Teilnehmenden wieder dazu geschaltet, um Fragen zu stellen. Die Führungen dauern eine Stunde, ein weiterer Austausch im Anschluss ist möglich.

 

Museen sind eingeladen mitzumachen

Telefon-Führungen könnten auch nach der Corona-Zeit für viele Museen interessant sein. Erreicht man mit dieser Art der Kunstvermittlung doch Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht ins Museum kommen können. Beispielsweise, weil sie nicht mobil sind oder im Pflegeheim leben. Für diese Zielgruppen kann die Vermittlung von Kunst und historischen Themen über das Telefon möglich gemacht werden. Für die Museen lassen sich neue Zielgruppen erreichen.

Interessierte Häuser sind herzlich eingeladen Kontakt aufzunehmen (redaktion@beianrufkultur.de) und auch Führungen anzubieten. Wir freuen uns diese zu unterstützen und auf www.BeiAnrufKultur.de sowie unseren Social Media Kanälen zu kommunizieren.

Initiatoren

www.BeiAnrufKultur.de ist eine gemeinsame Initiative vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) und grauwert, dem Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen. Gemeinsam mit verschiedenen Hamburger Museen und Kunstvermittlern schaffen sie mit den Telefonführungen ein Angebot, dass verschiedensten Zielgruppen eine interessante Alternative zu herkömmlichen Kulturvermittlung bietet.

Logo vom BSVH und grauwert

Dank für die Unterstützung

Unterstützt und finanziert werden die Führungen durch ein vom Kompetenznetzwerk EDAD (Design für Alle – Deutschland e.V.) initiiertes Projekt, mit dem Ausstellungen und Veranstaltungen für blinde und sehbehinderte BesucherInnen zugänglicher werden sollen. Dazu gehören sowohl beschreibende Führungen, Workshops mit VermittlerInnen als auch die Begleitung bei Veranstaltungen. Für die derzeitige Finanzierung danken wir der Stiftung Kulturglück und der Aktion Mensch.

Logos von EDAD, Aktion Mensch, Stiftung Kulturglück

 

Presse

Wir freuen uns über die Berichte im NDR Hamburg JournalHamburger Abendblatt (Kultur live)Hamburger Abendblatt (Von Mensch zu Mensch), im Deutschlandfunkund auf Twitter unter #BeiAnrufKultur.

Presseanfragen bitte an Melanie Wölwer (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg) per Mail presse@beianrufkultur.de oder Telefon (040) 209 404 29.

Logo zeigt Telefonhörer mit Sprechblase in der "Bei Anruf Kultur" steht

Stimmen der Teilnehmer*innen

„Ein großes Dankeschön für das Format von „Bei Anruf Kultur“. Es öffnet die Tür nach draußen in die Welt vom eigenen Wohnzimmer aus und ist ein Gewinn in diesen Tagen der noch geschlossenen Türen von Kultureinrichtungen. Von Anbeginn habe ich alle Führungen mitgemacht. Sie waren sehr unterschiedlich aber immer bereichernd.“
Martina Friedrich, Hamburg

„Es war wieder eine sehr interessante Führung, wo sehr anschaulich erklärt wurde und die Fragen der Teilnehmer gut beantwortet wurde. Die Besonderheit diesmal war es, dass wir auch Teilnehmer aus dem Allgäu und 2 Teilnehmer aus Barcelona (die aus Hamburg kommen) hatten. Es war also wirklich eine internationale Veranstaltung!“
Guido Mayer, Hamburg

„Die Führung hat mir sehr gut gefallen. Frau Junge hat ihre fachliche Kompetenz mit eindrücklichen Objektbeschreibungen gut verwoben und die Anmerkungen der BesucherInnen sehr gut genutzt, um einen atmosphärischen Eindruck des Raumes entstehen zu lassen. So gab es auch Grund zum Schmunzeln – gute Laune bei der Führung finde ich auch immer wichtig. Also eine sehr gelungene Kombination aus Wissensvermittlung und guter Stimmung.“
Christine Rieger, Berlin

„Die Führung mit Frau Junge war wieder ganz großartig! Sie ist ein echtes Naturtalent. Es macht großen Spaß, Ihren Ausführungen zu lauschen. Von dem Spiegel-Hochhaus und dessen Kantine haben wir einen tollen Eindruck gekommen. Ich muss unbedingt mal in das Museum!“
Hela Michalski, Hamburg

Bisher fanden folgende Führungen statt:

Link zu den bisherigen Führungen

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