Kurzinfo:

Projekt 
2020/2021
Hamburg
grauwert.info

Deskription und taktile Angebote in Hamburger Museen

Führungen für BesucherInnen mit Seheinschränkungen im Rahmen der Langen Nacht der Museen Hamburg

Kurzbeschreibung

Jedes Jahr strömen rund 28.000 Besucher in 57 Hamburger Museen und erleben ein nächtliches Museumsfestival in Hamburg bis tief in die Nacht. Die klassischen Museumsbesucher mischen sich dabei mit dem immer jünger werdenden Publikum der Museumsnacht. Nur eine Gruppe wird an diesem Abend nicht wirklich berücksichtigt und findet kein attraktives Angebot vor: Besucher mit Seheinschränkungen.

Das Thema Barrierefreiheit wird von den Veranstaltern auf Informationen zur Mobilität, Angeboten in Gebärdensprache und einer Information in leichter Sprache beschränkt. Dabei leben in der Stadt 2.500 Blinde und rund 40.000 Sehbehinderte, dazu kommt noch das Einzugsgebiet der Metropolregion Hamburg.

Wir wollen, dass diese Menschen stärker am kulturellen Leben teilhaben und die Museen sich auf die Wünsche und Bedürfnisse dieser Gruppe zubewegen.

Dafür werden in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Blinden- und Sehbehinderten Verein (BSVH) Angebote ausgearbeitet, die von geschulten Guides (prof. MuseumsführerInnen) begleitet werden. Im Vorfeld wird mit den Guides in Workshops ein passendes Angebot entwickelt. Wir wollen exemplarisch zeigen, dass mit überschaubaren Aufwand ein anderes Erlebnis im Museum möglich ist. Die Touren werden durch die Guides begleited und über den BSVH und andere Kanäle beworben. So wird die Lange Nacht der Museen auch für Blinde und Sehbehinderte attraktiv.

Dafür werden die schon bestehenden Angebote in Hamburger Museen identifiziert und mit neuen Angeboten ergänzt, indem wir die Guides in drei Richtungen schulen:

  1. Deskriptionen von Exponaten,
  2. alternative Tastobjekte und
  3. taktile Exponate.

Da die taktilen Exponate naturgemäß sehr vom Angebot und Kooperationsbereitschaft der Museen abhängen, werden diese Angebote zwar identifiziert und wenn möglich vorgestellt. Primär fokussieren wir aber darauf die Guides zu befähigen, aus eigener Kraft einen Schritt weiter zu gehen und den Gruppen an diesem Abend (und natürlich auch bei späteren Buchungen etwas Spannendes zu bieten). Die Guides werden von uns in die Lage versetzt, mit Gruppenführungssystemen (Flüsterführung) Blinde und Sehbehinderte durch die Museeumsnacht zu begleiten. Neben den vorbereiteten Deskriptionen präsentieren die Guides alternative Tastobjekte, die vom Büro grauwert für die Touren erstellt werden und die Kunstwerke illustrieren, ergänzen oder thematisieren.

Ein spannender Impuls, der langfristig die Qualität der Museumsführungen in Hamburg steigern und zur Verbesserung der Lage von Blinden und Sehbehinderten im kulturellen Leben beitragen wird. Die von uns in dem Projekt erstelltenTastobjekte werden eine Referenz für zukünftige Führungen in Hamburg (nicht nur bei der langen Nacht der Museen) sein.

Konkrete Maßnahmen

Dafür möchten wir Mitglieder des Blinden- und Sehbehinderten Vereins Hamburg und Menschen außerhalb dieser Organisation erreichen und als Besucher in die Museen bringen. Wir wollen, dass viele Menschen mit Behinderung in den Museen an der langen Nacht der Museen sichtbar teilnehmen. Die Teilnehmer sollen erleben, dass es sich lohnt wieder zu kommen. Wir wollen auch, dass viele Hamburge von den barrierefreien Führungen erfahren und diese auch beim Museumsdienst gelistet werden.

Logo EDAD, BSVH und Aktion Mensch

 

 

 

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