Kurzinfo:

Film
Frühjahr 2026
Deutschland

Plakat des Films »Als wäre es Leicht« mit Cindy Klink und David Knors

Als wäre es Leicht — Film mit blinden und gehörlosen Protagonisten öffnet neue Perspektive

Der Film „Als wäre es Leicht“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer gehörlosen Frau und einem blinden Mann und öffnet damit neue Perspektiven auf Barrierefreiheit und gelebte Inklusion im Kino. Die Hauptrollen wurden mit der Schauspielerin Cindy Klink (gehörlos) und dem Schauspieler David Knors (erblindete) besetzt. Besonders spannend für grauwert: der beeindruckende Film zeigt, wie wichtig Inklusion ist und welche Möglichkeiten bestehen barrierefreie Zugänglichkeit im Design für Alle zu gestalten.

Milan Skrobaneks Spielfilm begleitet Kati (gehörlos) und Florian (blind) in ihrem Alltag und in einer zarten Liebesbeziehung, die immer wieder an Kommunikations‑ und Alltagsbarrieren stößt. Die Erzählung macht sichtbar, wie Nähe und Verständigung jenseits gängiger Seh‑ und Hörmuster entstehen können.

Authentizität vor und hinter der Kamera ist ein zentrales Merkmal: Zum ersten Mal in einer deutschen Spielfilmproduktion stehen Menschen in den Hauptrollen, die tatsächlich gehörlos bzw. blind sind. Das bricht gängige Klischees und schafft realistische, nuancierte Darstellungen von Behinderung. Solche Besetzungen stärken die Sichtbarkeit und eröffnen neue Zugangsformen für Publikum und Filmschaffende.

Der Film läuft seit April 2026 in deutschen Kinos; viele Vorstellungen sind mit Untertiteln für Gehörlose versehen, und Audiodeskriptionen sind über die GRETA‑App verfügbar. Diese technischen Lösungen zeigen, wie Design für Alle praktisch umgesetzt werden kann: simultane Untertitel, Audiodeskription und App‑gestützte Angebote machen Vorführungen für ein diverses Publikum nutzbar.

Passend dazu unterstützt das Büro grauwert dieses Jahr das Kurzfilm Festival Hamburg in einem spannenden Projekt. Mehr dazu hier

Hier der Trailer

und ein längerer Bericht auf NDR

„Als wäre es Leicht“ ist mehr als eine Liebesgeschichte: Der Film ist ein praktisches Beispiel dafür, wie Kino Inklusion sichtbar macht und wie barrierefreie Angebote das Filmerlebnis für alle bereichern können. Für Veranstalter:innen ist er ein Anlass, barrierefreie Vorführungen konsequent anzubieten und technische Lösungen wie Untertitel, Audiodeskription und App‑Services standardmäßig einzuplanen.

  • Barrierefreie Vorführformate sind kein Extra, sondern erweitern das Publikum und die kulturelle Wirkung eines Films.
  • Technik (Apps, Untertitel, Audiodeskription) ermöglicht flexible Zugänge, auch wenn nicht immer Gebärdensprachdolmetscher:innen vor Ort sind.
  • Authentische Besetzungen fördern Repräsentation und schaffen Vertrauen bei Zuschauer:innen mit Behinderungen.

Szene des Films »Als wäre es Leicht« – Cindy Klink und David Knors sitzen sich gegenüber und berühren ihre Hände

 

Mehr über den Film

Kati ist gehörlos, Florian ist blind. Er ist Stadionkommentator beim FC St. Pauli, sie entdeckt die Welt durch ihre Kamera. Als sie sich im Dialoghaus Hamburg begegnen, entsteht eine eigene Sprache – jenseits von Worten und Gesten, getragen von Nähe und Mut. Doch ihre unterschiedlichen Lebenswelten und die Erwartungen von Familie und Umfeld stellen die Beziehung immer wieder auf die Probe. Ihre Liebe wirkt für Außenstehende kaum möglich und entfaltet gerade deshalb eine besondere Kraft.

Der Film ist die erste deutsche Spielfilmproduktion, die in den Hauptrollen Menschen zeigt, die im wirklichen Leben gehörlos (Cindy Klink) bzw. blind (David Knors) sind. Er zeigt, wie Nähe dort entstehen kann, wo andere nur Grenzen sehen. Und er macht spürbar, dass Liebe nicht in Worten oder Blicken wohnt, sondern in dem Versuch, sich dem anderen immer wieder neu zuzuwenden.

ALS WÄRE ES LEICHT wurde 2023 für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert.

Der Debüt-Spielfilm des Hamburger Regisseurs Milan Skrobanek erzählt einfühlsam von der Schönheit und Verletzlichkeit einer Beziehung, die größer ist als die Umstände. Am Set unterstützten Deaf-Supervisor und Gebärdendolmetscher*innen die Kommunikation.

Der Film wird mit Untertiteln für Gehörlose (SDH)  gezeigt.

Die Hörfilmfassung (AD) ist über die Greta App verfügbar. Es empfiehlt sich, sie bereits im Vorfeld aufs Handy herunterzuladen.



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